Position der GGKG e.V. zum geschlechterbewussten und geschlechtergerechten Sprachgebrauch

(DGS-Version folgt)

Sprache kann Menschen repräsentieren oder ausschließen. In der deutschen Gebärden-, Laut- und Schriftsprache wird oft ausschließlich die männliche Variante – das generische Maskulinum – verwendet, das für alle Geschlechter stehen soll (z.B. „Leser“). Im Unterschied dazu kommt durch das Anhängen des „-in“ (z.B. „Leserin“) oder das Binnen-I (z.B. „LeserInnen“) nicht nur in der Gebärdensprache die zusätzliche Berücksichtigung des weiblichen Geschlechts zum Ausdruck. Allerdings zeigt sich in Gebärden, die geschlechterspezifische Merkmale hervorheben, häufig eine körperlich-biologische Reduzierung auf eine Zweigeschlechtlichkeit. Auch die binäre Schreibweise folgt dieser Vereinfachung. Um nicht nur das männliche Geschlecht in der Schriftsprache zu berücksichtigen, variiert die geschlechterbewusste Darstellung durch Satz- und Sonderzeichen (z.B. „Leser/-innen“, „LeserInnen“, „Leser*innen“, „Leser_innen“ oder „Leser:innen“). Die Varianten mit Gender-Zeichen (Stern, Unterstrich, Doppelpunkt) dienen als Platzhalter für alle, die sich weder dem weiblichen noch männlichen Geschlecht zuordnen.

Für eine möglichst gerechte Formulierung zur sprachlichen Gleichbehandlung der Geschlechter und für ein sensiblen Umgang mit Geschlechterdifferenzen hat der Vorstand der GGKG e.V. die Verwendung des Gendersternchens (z.B. „Leser*innen“) auf der Vereinswebseite (ggkg.online) sowie auf der Internetseite von DAS ZEICHEN (das-zeichen.online) gewählt. Neben der Variante mit Gendersternchen bemüht sich der Vereinsvorstand um eine möglichst geschlechterneutrale Form (z.B. „Lesende“ ).

Zur Veröffentlichung von Beiträge in der Zeitschrift DAS ZEICHEN sind Autor*innen dazu angehalten auf das ausschließliche generische Maskulinum zu verzichten. Die weitere Form und Verwendung von geschlechterbewusster und geschlechtergerechter (Gebärden-/Schrift-)Sprache ist Autor*innen überlassen, solange die Handhabung innerhalb der Beiträge einheitlich ist. Der Vereinsvorstand freut sich, wenn Autor*innen sich der durch uns gewählten Form anschließen.

Die Darstellung geschlechterbewusster und geschlechtergrechter Gebärden- und Schriftsprache wandelt sich. Für eine möglichst inkludierende Darstellung wird die vom Vorstand gewählte Form regelmäßig auf den Prüfstand gestellt.

GGKG e.V – Vorstandsbeschluss vom 14.09.2021

Fabian Rombach, Prof. Dr. Okan Kubus, Dr.in Liona Paulus, Stella von Randow, Dr.in Katharina Urbann