Vorweg
Wir freuen uns sehr, Ihnen die 125. Ausgabe von DAS ZEICHEN präsentieren zu dürfen. In dieser Ausgabe erwarten Sie elf Beiträge aus den Bereichen Linguistik, Schauplätze, Lehren & Lernen, Dolmetschen, Deaf Studies, Lebensdinge sowie Erziehung & Bildung – eine vielfältige und spannende Zusammenstellung. Vielleicht ist es Ihnen bereits aufgefallen: Diese Ausgabe hat ein neues Cover-Design. Gern möchten [Weiterlesen]
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Lebensdinge
Deaf Pal – Kommunikation in der Palliativversorgung gehörloser Menschen: Vorgehen und Ergebnisse
Das sozialwissenschaftliche Forschungsprojekt „Deaf Pal – Kommunikation in der Palliativversorgung gehörloser [1] Die Konnotation von Begriffen hat sich über die letzten Jahre hinweg verändert. In der Folge haben wir uns entschieden, die im Projekttitel verwendete Bezeichnung „gehörlos“ nicht weiter zu verwenden. Lela Finkbeiner führt in ihren Instragram-Beiträgen den Begriff „T*taub“ ein (https://www.instagram.com/lela.finkbeiner/). Dabei geht es [Weiterlesen]
Deaf Studies / Disability Studies
„Es sind immer Sprache, Kultur und Identität, die man nicht vergessen darf“
Auswirkungen des Cochlea-Implantats auf die Kulturgemeinschaft der Gehörlosen in der Deutschschweiz
Dieser Artikel untersucht die Bedeutung der Gebärdensprache für gehörlose Menschen in der Deutschschweiz sowie die sich wandelnde Bedeutungszuschreibung bei jungen gehörlosen Menschen. Die verwendeten Zitate stammen aus semistrukturierten Interviews, die ich im Rahmen meiner Masterarbeit erhoben habe (Röthlin 2024).[1]Die Arbeit wurde am 27. November 2024 an der Universität Fribourg (Schweiz) eingereicht. Für die fachliche Betreuung [Weiterlesen]
Erziehung & Bildung
Mit Würfelnetzen in die Praxis und Theorie der Gebärdengeometrie einsteigen
Barrierefreiheit im Mathematikunterricht setzt das Erlernen von Gebärdensprachen sowohl von Tauben als auch von hörenden Kindern voraus. Außerdem können Gebärdensprachen ein wirksames Mittel zur Förderung des räumlichen Denkens und insbesondere mentaler Rotation darstellen. In dem Beitrag wird gezeigt, wie Deutsche Gebärdensprache (DGS) und Gebärdengeometrie in der Grundschule eingeführt werden können. Außerdem wird ein Ausblick auf [Weiterlesen]
„Sprache bedeutet für mich Freiheit“ – Perspektiven Tauber Schüler*innen auf ihren Englischunterricht
Der nachfolgende Text ist die autorisierte gekürzte deutsche Übersetzung des Artikels „Language means freedom to me“ – perspectives of Deaf and hard-of-hearing students on their experiences in the English as a foreign language classroom“ von Katharina Urbann, Kristin Gross, Alina Gervers und Melanie Kellner, der ursprünglich in Frontiers in Education 2024 erschienen ist. Die Originalveröffentlichung ist unter [Weiterlesen]
Lehren & Lernen
„Es war doch gut, dieses Studium zu absolvieren, um die zweite Hälfte meines Arbeitslebens besser und anders zu gestalten“
Bericht über das Projekt „Berufsbegleitende DGS-Qualifizierung in Sachsen“ (BeQuiS-Projekt, 2021–2026)
Im April 2023 startete die Pilotphase des Masterstudiengangs „Angewandte Deutsche Gebärdensprache“ an der Westsächsischen Hochschule in Zwickau (WHZ). Die Einrichtung dieses berufsbegleitenden Studiengangs wird im Rahmen des Projekts BeQuiS (Berufsbegleitende DGS-Qualifizierung in Sachsen, Laufzeit 2021–2026) vom Kommunalen Sozialverband Sachsen finanziert. Der Masterstudiengang ermöglicht hörenden Fachkräften, fortgeschrittene Kompetenzen in Deutscher Gebärdensprache (DGS) zu erwerben sowie vertiefte [Weiterlesen]
Linguistik
„Ist das pur DGS?“ – Fremdspracheinflüsse in der Deutschen Gebärdensprache (DGS)
Diese Studie[1]Der Artikel basiert auf der BA-Arbeit „‚Ist das pur DGS?‘: Eine soziolinguistische Studie zu Spracheinflüssen in der Deutschen Gebärdensprache bei jungen DGS-Muttersprachler*innen“. Sie wurde am 07.05.2024 am Fachbereich Philosophie und Philologie der Johannes Gutenberg-Universität Mainz eingereicht. Ich danke Dr. Sarmīte Trūpa und Prof. Dr. Anneli Sarhimaa für die Betreuung dieser Arbeit.untersucht erstmals systematisch den [Weiterlesen]
Linguistische Funktionen der Bewegungskomponente in der Österreichischen Gebärdensprache (ÖGS)
Dieser Beitrag beschäftigt sich mit der Bewegung der manuellen Artikulatoren in Gebärdensprachen. Anhand ausgewählter Beispiele linguistischer Strukturen in der ÖGS wird dargestellt, wie unterschiedliche zeitliche und räumliche Modifikationen der Bewegungskomponente und Unterschiede in der Muskelspannung relevante linguistische Unterschiede in der ÖGS anzeigen. Bisher wurden nur wenige dieser linguistischen Strukturen, die durch komplexe Bewegungsabläufe gebildet werden, [Weiterlesen]
DeafDidaktik – Bericht zu DAC in Houston und der ICED in Rom
Bei diesem Beitrag handelt es sich um einen Bericht zu der Vorstellung des Konzeptes DeafDidaktik auf der Deaf Academics Conference 2025 in Houston, Texas und dem International Congress on the Education of the Deaf 2025 (ICED).
Dolmetschen
Eine dreidimensionale Sprache im zweidimensionalen Raum: Variation der Deutschen Gebärdensprache und Strategien für das Videodolmetschen
In diesem Artikel werden Ergebnisse aus meiner Masterarbeit[1]Die Arbeit trägt den Titel „Variation der Deutschen Gebärdensprache im virtuellen und realen Raum – Strategien für das Videodolmetschen“ (Manzel 2023) und wurde am Institut für Deaf Studies und Gebärdensprachdolmetschen der Humboldt-Universität zu Berlin eingereicht. Herzlichen Dank an Prof. Dr. Christian Rathmann und Prof. Dr. Agnes Villwock für [Weiterlesen]
Schauplätze
TISLR 15 in Addis Ababa, Äthiopien
TISLR (Theoretical Issues in Sign Language Research) gehört zu den größten und renommiertesten Konferenzen, auf der Gebärden-sprachforscher*innen aus der ganzen Welt ihre Forschungsergebnisse vorstellen und miteinander diskutieren. Veranstaltet und organisiert wird TISLR vom Vorstand der Sign Language Linguistic Society (SLLS; www.slls.eu). Die erste TISLR-Konferenz fand 1986 in Rochester, USA, statt und wird seither in einem [Weiterlesen]
Chancengleichheit im Recht auf Bildung durch den Einsatz von Gebärdensprachdolmetschenden im Unterricht
Bericht vom Fachtag zum Thema „Gebärdensprachdolmetschen im schulischen Kontext“ an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg
Der Fachtag am 06. Dezember 2024, der an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg (PH Heidelberg) stattfand[1]Ein herzliches Dankeschön geht an die studentischen Mitorganisator*innen und die Fachschaft sowie die NLS-Koordination und das Medienzentrum der PH Heidelberg., bot den Anlass für einen wichtigen Austausch. Auf diesem Fachtag ging es um das Recht auf Bildung tauber Schüler*innen, wie dies [Weiterlesen]